Blasen sind der häufigste Grund warum Wandertouren vorzeitig enden – oder zumindest zur Qual werden. Ich weiß das aus eigener Erfahrung: auf dem Jakobsweg hat mich eine entzündete Blase fast gestoppt. Fast. Was ich damals gelernt habe und was mir seitdem auf jeder Tour hilft, zeige ich dir hier. Die gute Nachricht: Blasen sind zu 90 Prozent vermeidbar wenn man ein paar Dinge beachtet.
| Produkt | Kategorie | Wofür | Link |
|---|---|---|---|
| Compeed Blasenpflaster | Blasenpflaster | Behandlung, Schutz | Amazon |
| Gehwol Fusskraft Creme | Fußcreme | Vorbeugung, Hautpflege | Amazon |
| Injinji Zehensocken | Zehensocken Merino | Blasenvorbeugung zwischen Zehen | Amazon |
| Body Glide Anti-Chafing Stick | Reibungsschutz | Vorbeugung an Problemstellen | Amazon |
| Leukotape / Kinesiotape | Tape zur Vorbeugung | Problemstellen abkleben | Amazon |
Warum entstehen Blasen überhaupt?
Blasen entstehen durch Reibung – das ist der einfache Teil. Der schwierige Teil ist zu verstehen wo genau die Reibung herkommt und wie man sie eliminiert. Die häufigsten Ursachen sind nicht eingelaufene Schuhe, falsche Socken, feuchte Füße und schlecht sitzende Schuhe. Auf meinem Jakobsweg war es eine Kombination aus Feuchtigkeit durch den Dauerregen und Socken die nicht optimal für Langstrecken geeignet waren. Das Ergebnis war eine Blase an der Ferse die sich nach zwei Tagen entzündete – und mich fast gestoppt hätte. Seitdem nehme ich das Thema ernst.
Die Schuhe – der wichtigste Faktor überhaupt
Kein Pflaster und keine Creme der Welt hilft wenn die Schuhe nicht passen. Das ist der wichtigste Punkt und gleichzeitig der den die meisten unterschätzen. Ein paar Grundregeln die ich immer beherzige:
- Schuhe mindestens 4-6 Wochen vor der Tour einlaufen. Neue Schuhe auf dem Jakobsweg oder einer langen Trekkingtour sind ein sicheres Rezept für Blasen.
- Am Nachmittag kaufen. Die Füße schwellen im Laufe des Tages leicht an – wer Schuhe morgens kauft hat abends oft zu enge Schuhe.
- Halbe Größe größer. Beim Bergabgehen rutscht der Fuß nach vorne – ohne ausreichend Zehenraum gibt es Druckstellen an den Zehen.
- Im Laden mit den richtigen Socken anprobieren. Wer mit dünnen Baumwollsocken anprobiert und dann mit dicken Merinosocken wandert, hat das falsche Ergebnis.
Die Socken – zweiter Faktor, oft unterschätzt
Nach den Schuhen sind die Socken das wichtigste Mittel gegen Blasen. Baumwolle ist auf dem Trail eine schlechte Wahl – sie nimmt Feuchtigkeit auf, gibt sie kaum ab und die nasse Socke reibt dann umso mehr. Merino ist hier klar überlegen: feuchtigkeitsregulierend, weich, und erheblich blasenfreundlicher.
Ein Geheimtipp den viele Langstreckenwanderer schwören: die Injinji Zehensocken. Das klingt erstmal komisch – Socken mit einzelnen Zehenröhren wie ein Handschuh für den Fuß. Aber genau das ist der Trick: Blasen zwischen den Zehen entstehen durch Zehen-gegen-Zehen-Reibung, und die Zehensocke eliminiert dieses Problem komplett. Injinji bietet Merino-Varianten an die auch auf langen Etappen zuverlässig funktionieren. Gewöhnungsbedürftig beim ersten Anziehen – aber wer einmal damit gelaufen ist will meistens nicht mehr zurück.
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Reibung reduzieren – bevor die Blase entsteht
Wer seine Problemstellen kennt – und die meisten Wanderer kennen sie nach ein paar Touren – kann gezielt vorbeugen. Zwei Methoden die ich für die effektivsten halte:
Der Body Glide Anti-Chafing Stick ist im Laufsport seit Jahren Standard und funktioniert beim Wandern genauso gut. Einfach morgens auf die bekannten Problemstellen auftragen – Ferse, Zehenballen, wo auch immer es erfahrungsgemäß reibt – und der Stick bildet eine unsichtbare Schutzschicht die Reibung reduziert. Kein Fettgefühl, kein Geruch, hält mehrere Stunden. Wiegt fast nichts und passt in jede Jackentasche.
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Die zweite Methode ist Tape – und hier ist Leukotape oder ein gutes Kinesiotape das Mittel der Wahl. Problemstellen einfach vor dem Start abkleben, und die Blase hat keine Chance. Das klingt übertrieben bis man es einmal ausprobiert hat. Viele erfahrene Jakobsweg-Pilger tapen ihre Fersen routinemäßig jeden Morgen bevor sie den ersten Schritt machen – das ist kein Zeichen von Schwäche sondern von Erfahrung.
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Fußpflege vor der Tour – der unterschätzte Vorteil
Wer seine Füße in den Wochen vor einer langen Tour pflegt, hat auf dem Trail weniger Probleme. Harte, rissige Haut bricht unter Belastung schneller auf als gut gepflegte Haut. Gleichzeitig sollte man es nicht übertreiben – zu weiche Haut ist ebenfalls anfälliger für Blasen.
Die Gehwol Fusskraft Creme ist hier meine Empfehlung. Gehwol ist eine deutsche Apothekenmarke mit langer Tradition, die Creme stärkt die Haut, verhindert Risse und hält die Füße geschmeidig ohne sie zu weich zu machen. Regelmäßig in den Wochen vor der Tour auftragen – und morgens auf dem Trail als zusätzliche Schutzschicht auf die bekannten Problemstellen.
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Wenn die Blase trotzdem kommt – richtig behandeln
Auch mit bester Vorbereitung kann mal eine Blase entstehen – gerade auf sehr langen Etappen oder wenn das Wetter nicht mitspielt und die Füße stundenlang nass sind. Dann ist schnelles und richtiges Handeln wichtig:
- Blase nicht aufstechen solange sie intakt ist – die Haut schützt das darunterliegende Gewebe vor Infektionen.
- Compeed drauf und drin lassen. Compeed ist kein normales Pflaster sondern ein Hydrokolloid-Verband der sich mit der Haut verbindet, die Blase polstert und die Heilung beschleunigt. So lange drauflassen bis er von alleine abfällt.
- Wenn die Blase aufgegangen ist: Sauber halten, desinfizieren, Compeed drüber – und weiter laufen wenn es geht.
- Bei Entzündungszeichen – Rötung, Wärme, Eiter – ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen. Auf dem Jakobsweg gibt es in vielen Orten Pilger-Ambulanzen genau für solche Fälle.
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Die komplette Blasen-Vorbeuge-Routine auf einen Blick
Was ich vor und auf jeder langen Tour mache:
- ✅ Schuhe mindestens 4-6 Wochen vorher einlaufen
- ✅ Merino-Socken statt Baumwolle
- ✅ Fußpflege in den Wochen vor der Tour
- ✅ Morgens Problemstellen mit Body Glide einreiben
- ✅ Bekannte Problemstellen mit Tape abkleben
- ✅ Compeed immer im Rucksack dabei haben
- ✅ Bei ersten Druckgefühlen sofort handeln – nicht warten bis die Blase da ist
Mein Fazit
Blasen sind kein Schicksal – sie sind fast immer vermeidbar. Die Kombination aus richtigen Schuhen, guten Socken, etwas Fußpflege und den richtigen Hilfsmitteln im Rucksack macht den Unterschied zwischen einer Tour die man genießt und einer die man durchleidet. Compeed, Body Glide und Leukotape wiegen zusammen kaum 100 Gramm – und können eine ganze Tour retten.
Welche Trekkingschuhe am wenigsten Blasen verursachen und worauf du beim Kauf achten solltest, erkläre ich in meinem Artikel Die 5 besten Trekkingschuhe 2025 im Test.
Und warum die richtigen Socken genauso wichtig sind wie die Schuhe selbst, liest du hier: Trekking Socken Test 2025 – Warum Merino alles andere schlägt.
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